Ablauf einer Behandlung

Nach einer Anamnese - der Befragung der aktuellen Beschwerden und der Vorgeschichte - suche ich mit Handkontakt den Ort mit der grössten Spannung. Diese Berührung fühlt sich vielleicht nur wie Handauflegen an, mir als Osteopath gibt sie jedoch viele Informationen.

Mit weiteren Tests beurteile ich anschliessend die Mobilität der Wirbelsäule. Gibt es Einschränkungen der Beweglichkeit in einzelnen Wirbelgelenken? Ist die Muskulatur verspannt oder verkürzt? Auf dieselbe Weise untersuche ich die Inneren Organe: Reagiert ein Organ sensibel auf Druck? Sind die Verbindungen zum Skelett verspannt? Wie ist die Qualität von Operationsnarben?

Zum Schluss wird am Kopf die Dynamik und Beweglichkeit der einzelnen Schädelknochen geprüft.

Bei der ganzen Untersuchung steht die Sicherheit immer im Vordergrund, damit ernsthafte Erkrankungen, welche eine schulmedizinische Versorgung benötigen, nicht übersehen werden.

Während der anschliessenden Behandlung ertaste ich mit den Fingern die Bewegungseinschränkungen und mobilisiere sie mit kleinen Bewegungen. Manchmal muss eine Mobilisation stärker ausgeführt werden oder es benötigt die Unterstützung des Patienten mit seiner Atmung oder einem Gegendruck. Danach beruhige ich das Gewebe mit der flachen Hand. Nun kann die Natur ihre Sache tun, indem sich der Körperneu organisierert. Für alle Techniken dienen mir ausschliesslich die Hände.